Mittwoch, 11. Dezember 2013

Roadtrip: Gerladton - Monkey Mia

Da heute eine ziemlich lange Strecke vor uns liegt, heisst es früh aufstehen, was vor allem für Connor eine schier unüberwindbare Hürde darzustellen scheint. 
Geraldton hat zwar keine Bäckerei, dafür aber einen McDonald's. Nun ja, nicht gerade ein schweizerisches Gourmet-Frühstück aber immerhin der Kaffee schmeckt gut^^. 
Morgendliches Zähneputzen mit Van 
Die Strasse zieht sich beinahe unendlich vor uns in die Länge und eine CD nach der anderen rattert durch den Spieler. 
Nach einiger Zeit halten wir am Strassenrand, wo Nadine ein Flasche mit rotem Sand füllt und ich ein "Pee" in Gesellschaft einer riesenhaften Echse (fast schon einem Drachen) mache. Zum Lunch gibt es trockenes Brot und geschmolzenen Käse, sowie etwas angelaufenen Schinken. Doch die Fliegen mit olympischem Gold zeigen wieder einmal keine Gnade und zwingen uns weiterzufahren. Ein paar wilde Ziegen,tote und lebendige Kängurus später, erreichen wir "Shell Beach". 
Wie der Name schon sagt, besteht der Strand nicht aus Sand, sondern aus abertausenden von kleinen weissen Muscheln. 
Das Wasser ist unglaublich seicht, beinahe genauso salzhaltig und "bisiwarm". Die hübschen Muscheln sehen besser aus als sie sich unter den nackten Füssen anfühlen und das Salzwasser trägt dann auch nicht gerade zu einem potentiellen Wohlfühleffekt bei. 
Aber was soll's, das Meer ist so glasklar, dass es eine Sünde wäre, nicht schwimmen zu gehen. Nach einer unfreiwilligen Nasenspülung (Connor findet es lustig anderer Leute Köpfe unter Wasser zu drücken) geht es weiter mit unserem beneidenswerten Gefährt. 
Nächster Halt: Denham. Die Promenade ist zwar echt schön und der Spielplatz aus dem Reiseführer entspricht unseren Erwartungen aber die kleine Stadt ist so ausgestorben, dass es schon fast unheimlich ist. Wo die wohl alle sind? "Up North" bleiben die Aussies offenbar lieber in ihrem trauten Heim, wofür wir verschiedenste Gründe ertüftelt haben:

  • Es ist zu heiss.
  • Es ist zu windig. 
  • Es ist langweilig, weil der nächste Nachbar 3h entfernt wohnt.
  • Sie haben Angst vor verrückten bzw. tollwütigen Touristen.
  • Sie haben so coole Häuser, dass es sich nicht lohnt sie zu verlassen.
  • Der Norden ist Nichts weiter, als ein gigantischer Europapark und alle Häuser sind nur Attrappen. 
Wir finden einen tollen Barbecue-Platz und beschliessen ein frühes Dinner zu essen und etwas Fleisch aus dem nahen IGA zu besorgen (ja, den gibt es und es sind sogar Leute drin). 
Die Grillade ist ein echter Erfolg aber wir müssen uns etwas beeilen, da Monkey Mia noch ein paar Kilometer entfernt ist und wir dort für die Nacht ein Zimmer gebucht haben. Als wir jedoch an einer kleinen Lagune vorbeifahren und die Sonne im Meer versinken sehen, können wir nicht anders als anzuhalten. Mutterseelenallein geniessen wir den atemberaubenden Anblick und schiessen ein paar tolle Hippie-Van-Fotos. <3 
Als wir Monkey Mia dann kurz vor der Dunkelheit erreichen, eröffnet sich ein nächstes Problem: Da Connor mehr oder weniger spontan an unserem Abenteuer teilgenommen hat, habe ich bloss ein Zimmer für drei Personen gebucht. So muss sich Nadine in den Tiefen unseres Vans verstecken, während ich an der Rezeption die Schlüssel abhole. Die nette junge Frau bekommt nichts von unserem "smuggle-Nadine-in-Manöver" mit, was zum Teil auch Connors Charme zu verdanken ist... 
Das Zimmer hat zu unserer grossen Freude sogar vier Betten und so begeben wir uns zum nächtlichen Strand, wo Connor uns ein live-Konzert unter klarem Sternenhimmel gibt. Besser könnte es nicht sein und schon bald falle ich - begleitet vom Rauschen der Wellen - in einen angenehmen Halbschlaf.







Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen